{"id":1028,"date":"2014-08-10T21:34:43","date_gmt":"2014-08-10T19:34:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/?p=1028"},"modified":"2014-09-15T08:22:24","modified_gmt":"2014-09-15T06:22:24","slug":"vizeweltmeisterin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/vizeweltmeisterin\/","title":{"rendered":"Armbrust Vizeweltmeisterin"},"content":{"rendered":"<p>Wie schon in fr\u00fcheren Berichten erw\u00e4hnt haben sich unsere Armbrustsch\u00fctzinnen Katharina und Marie-Theres Auer f\u00fcr die 17. Armbrust Weltmeisterschaft 2014 vom 04. bis zum 10. August 2014 in Frankfurt am Main qualifiziert. Katharina wurde aufgrund ihrer letzten Ergebnisse bei internationalen Wettbewerben und den \u00d6sterreichischen Meisterschaften als eine der Medaillenhoffnungen der \u00d6sterreichischen Mannschaft gehandelt. Diese Hoffnungen verst\u00e4rkten sich noch aufgrund ihrer sensationellen Trainingsergebnissen in der tollen, aber mit schwierigen Lichtverh\u00e4ltnissen ausgestatteten Armbrusthalle des Hessischen Sch\u00fctzenverbandes.<\/p>\n<p>Beide starteten in der Klasse U23 weiblich. Jene Klasse, in der sich die Weltspitze in den letzten Jahren unglaublich weiter entwickelt hat. Im Moment werden international in der Klasse U23 weiblich die besseren Ergebnisse erzielt als in der Damen-Klasse. Die Entwicklung im Nachwuchsbereich der Armbrustsch\u00fctzen hat aber &#8211; neben der erfreulichen Seite, dass die Leistungen nach oben gehen &#8211; auch seine Schattenseiten. Noch nie wurde bei Welt- oder Europameisterschaften mit so vielen taktischen Fouls gearbeitet. Speziell die Schweiz und Frankreich versuchten immer wieder, Sch\u00fctzinnen und Sch\u00fctzen anderer Nationen aus dem Konzept zu bringen. Am ersten Tag versuchten die Schweizer erfolglos, mit einem Protest gegen die Armbrust-Stative der \u00d6sterreicher unsere Sch\u00fctzen im 30 Meter Bewerb zu st\u00f6ren. Bei den U23 weiblich versuchten wiederum die Schweizer Betreuer, eine russische Starterin in der wichtigen Vorbereitungszeit zu st\u00f6ren indem sie bei der Schie\u00dfleitung reklamierten, dass sie zu nahe an der neben ihr schie\u00dfenden Schweizer Starterin stehe.<\/p>\n<h6>Grunddurchgang<\/h6>\n<p>Am Wettkampftag herrschte dann bei beiden Sch\u00fctzinnen h\u00f6chste Anspannung. Marie-Theres war im Training nur bedingt mit den Bedingungen zurecht gekommen, Katharina hatte ihre Topform best\u00e4tigt, was aber den Druck noch mehr verst\u00e4rkte, da sie damit best\u00e4tigte: sie kann in der Entscheidung um die Medaillen mitreden. Entsprechend angespannt begannen beide ihren Wettkampf. Vor allem Katharina war die Nervosit\u00e4t anzumerken. Die ersten zwanzig Schuss konnte sie nie ihren gewohnten Rhythmus finden. Es fehlte jene Lockerheit, welche sie normalerweise auszeichnet. In der ersten Zehnerserie konnte sie das noch durch Routine ausgleichen und setzte sich mit 98 Ringen an die Spitze des Starterfeldes. Nerv\u00f6se 96 Ringe in Serie zwei warf sie aber im hochklassigen Starterfeld deutlich zur\u00fcck. Mit 97 und 98 in den Serien 3 und 4 fand sie aber wieder in ihren Wettkampf zur\u00fcck und belegte mit hervorragenden 389 Ringen Rang 5 im Grunddurchgang.<\/p>\n<p>Marie-Theres k\u00e4mpfte wie schon im Training mit den Verh\u00e4ltnissen. Obwohl sie eher langsam schie\u00dft und daher immer wieder Probleme mit der zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit hat, riskierte sie weit \u00fcber 20 Probesch\u00fcsse und nahm den Wettkampf erst als eine der letzten Athletinnen auf. Ein hohes Risiko, das sich aber auszahlte. Sie konnte mit einer 97-er Serie in den Wettkampf starten und lag nach der ersten Zehnerserie sensationell auf Rang 3. Danach konnte sie aber im Gegensatz zu ihren Gegnerinnen nicht mehr zulegen. Mit einem Gesamtergebnis von 383 Ringen stellte sie ihre pers\u00f6nliche Bestleistung neuerlich ein und belegte am Ende als zweitbeste \u00d6sterreicherin Rang 12. Dass sie mit dem selben Ergebnis vor zwei Jahren bei der letzten WM im Grunddurchgang noch 5. geworden war (im Finale erreichte sie dann Rang 4), zeigt, wie sich gerade in der Klasse U23 weiblich die Weltspitze in den letzten Jahren weiter entwickelt hat. Im Gegensatz zu ihren restlichen Mannschaftskolleginnen, die der Nervenbelastung Tribut zollen mussten und teilweise doch deutlich abfielen, konnte sie mit diesem Ergebnis die bisher gezeigten Leistungen voll best\u00e4tigen. Einmal mehr hat sie bewiesen, dass sie in der Lage ist, auch unter Wettkampfdruck ihr K\u00f6nnen abzurufen. Eine super Leistung!<\/p>\n<h6>Das Finale<\/h6>\n<p>Die Ausgangslage vor dem Finale war denkbar schwierig. Bianca Glinke hatte mit neuem Weltrekord 4 Ringe Vorsprung auf Katharina und auch die auf Rang 2 liegende Franz\u00f6sin Romane Matte schien mit 391 Ringen au\u00dfer Reichweite. Daf\u00fcr belegten dann gleich 3 Sch\u00fctzinnen mit 389 Ringen die Pl\u00e4tze 3 bis 5. Unter ihnen die bisherige Weltrekordhalterin Michaela Walo, die beim Austria Open im Juni noch den Eindruck vermittelte, nahezu unschlagbar zu sein. Aber auch die auf Rang 3 liegende Schweizerin Monika Hurschler gilt als erfahrene Finalsch\u00fctzin. Realistisch betrachtet war f\u00fcr Katharina zwischen Rang 3 und Rang 8 alles denkbar und die Strategie konnte nur lauten: auf die Angriffe von hinten achten und gleichzeitig die vor ihr liegenden Sch\u00fctzinnen im Laufe des Finales anzugreifen. In der Vorbereitungszeit kam dann der n\u00e4chste Foulversuch der Franz\u00f6sinnen: die neben Katharina stehende Nolwenn\u00a0Paimblanc versuchte mehrmals, Katharina durch anrempeln am Stativ von ihrer Position zu verdr\u00e4ngen und aus dem Konzept zu bringen. Zum Gl\u00fcck wurden diese Aktionen dann von der Schie\u00dfleitung unterbunden.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Finalschuss war pl\u00f6tzlich alles anders. Lediglich Hurschler und Katharina konnten mit einer 10 starten. Und nachdem die auf Rang 2 liegende Franz\u00f6sin sogar mit einer Acht begann, befand sich Katharina schlagartig in den Medaillenr\u00e4ngen. Sie war pl\u00f6tzlich nicht mehr die J\u00e4gerin, sondern die Gejagte. Eine Rolle, die ihr eigentlich nicht so gut liegt. Zu dem Zeitpunkt hatten noch 5 Sch\u00fctzinnen eine Chance auf die begehrten Podestpl\u00e4tze. Beim 5. Finalschuss verabschiedete sich Matte mit einer 7 endg\u00fcltig aus dem Medaillenkampf, nachdem ihre Landsm\u00e4nnin zuvor schon nach der zweiten Neun alle Hoffnungen begraben musste. Danach entwickelte sich ein Dreikampf mit Hurschler und Walo, wobei Katharina die ganze Zeit die Nase vorn hatte. Mit dem letzten Finalschuss konnte Walo zwar noch Hurschler \u00fcberholen, an Katharina kam sie aber nicht mehr heran. Gemeinsam mit Glinke, die damit den zweiten Weltrekord fixierte, erzielte Katharina mit 97 Ringen das beste Finalergebnis und sicherte sich die Silbermedaille.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fctzengilde Roppen gratuliert beiden Starterinnen zu ihren ausgezeichneten Leistungen.<\/p>\n<h6>Vorbereitung auf die n\u00e4chste WM<\/h6>\n<p>Nach den intensiven Vorbereitungen auf diese Weltmeisterschaft haben sich unsere Sch\u00fctzinnen nat\u00fcrlich eine Pause verdient. Die wird aber nur von kurzer Dauer sein, danach beginnen bereits die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2015, die voraussichtlich in Ulan Ude, der Hauptstadt der russischen Republik Burjatien, im S\u00fcdsibirischen Gebirge stattfinden wird.<\/p>\n<p><a title=\"Armbrust\" href=\"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/ergebnisse\/ab\/\">Zur Ergebnisliste<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Bilder Armbrust Weltmeisterschaft 2014\" href=\"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/bildergalerien\/bilder-wm2014\/\">Zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 17. Armbrust Weltmeisterschaft 2014 in Frankfurt am Main bescherte der Sch\u00fctzengilde Roppen das bisher beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. Unsere Gilde war mit zwei Sportsch\u00fctzinnen vertreten, wobei beide absolute Spitzenergebnisse lieferten. Katharina Auer erreichte in der Klasse U23 weiblich die Silbermedaille und ist somit Vizeweltmeisterin. Ihre Schwester Marie-Theres erreichte den beachtlichen 12. Rang und war damit zweitbeste \u00d6sterreicherin.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1010,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-1028","post","type-post","status-publish","format-image","has-post-thumbnail","hentry","category-armbrust","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1028"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1115,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028\/revisions\/1115"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1010"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}