{"id":2032,"date":"2015-08-22T17:57:48","date_gmt":"2015-08-22T15:57:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/?p=2032"},"modified":"2015-09-13T18:11:56","modified_gmt":"2015-09-13T16:11:56","slug":"armbrust-wm2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/armbrust-wm2015\/","title":{"rendered":"Armbrust WM2015"},"content":{"rendered":"<p>Wie schon berichtet vertraten unsere Sch\u00fctzinnen Katharina und Marie-Theres Auer \u00d6sterreich bei der Armbrust Weltmeisterschaft 2015, welche vom 18. bis zum 27. August im sibirischen Ulan-Ude stattfand. Und wie schon in den vergangenen Jahren bewiesen sie, dass sie zu den ganz wichtigen St\u00fctzen der \u00d6sterreichischen Nationalmannschaft geh\u00f6ren.<\/p>\n<h6>Anreise<\/h6>\n<p>Ulan-Ude liegt in S\u00fcdsibirien, ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Buryatiya und liegt knapp 150 km \u00f6stlich des Baikalsees.\u00a0 Bis zur mongolischen Grenze sind es gerade einmal 120 km. Die Hauptstadt der Mongolei, Ulaanbaatar, liegt knapp 400 km s\u00fcdlich von Ulan-Ude. Nachdem die 400.000 Einwohner z\u00e4hlende Stadt also nicht gerade ums n\u00e4chste Eck liegt, war schon die Anreise nach Sibirien eine Herausforderung f\u00fcr sich. Zum einen kann Ulan-Ude nicht direkt aus Mitteleuropa angeflogen werden und zum anderen musste die empfindliche Ausr\u00fcstung die lange Reise unbeschadet \u00fcberstehen. Vor Ort besteht keine M\u00f6glichkeit, kleinere oder gr\u00f6\u00dfere Defekte reparieren zu lassen.<\/p>\n<p>Um das erste Problem k\u00fcmmerten sich die russischen Veranstalter. Sie organisierten einen Charterflug von Frankfurt nach Ulan-Ude und wieder zur\u00fcck. Dieses Flugzeug transportierte Starter und Funktion\u00e4re aus insgesamt 9 Nationen auf direktem Weg nach Sibirien. Die Kosten musste nat\u00fcrlich die teilnehmenden Nationen selber tragen, den organisatorischen Teil \u00fcbernahm das russische WM-Komitee. Dabei zeigte sich schon, was sich w\u00e4hrend der gesamten Veranstaltung fortsetzte: die Veranstalter hatten nichts dem Zufall \u00fcberlassen und konnten mit einer perfekten Organisation beeindrucken.<\/p>\n<p>Um den sicheren Transport der Armbr\u00fcste und der restlichen Ausr\u00fcstung zu gew\u00e4hrleisten, entwickelte Georg Kostenzer von der SG M\u00fcnster eigene Transportkoffer aus Aluminium, welche jeweils zwei Sportger\u00e4te samt Zubeh\u00f6r aufnehmen k\u00f6nnen. Dank dieser Koffer, welche er er den Sch\u00fctzen zum Selbstkostenpreis zur Verf\u00fcgung stellte, kam die komplette Ausr\u00fcstung unbeschadet am Zielort an.<\/p>\n<p>Am Flughafen in Ulan-Ude gab es dann noch eine kleine Schrecksekunde f\u00fcr Katharina: die nationalen Verb\u00e4nde mussten im Vorfeld Typ und Seriennummer aller Armbr\u00fcste (gelten bei uns als Sportger\u00e4te, in Russland jedoch als Waffe) anmelden. Dabei d\u00fcrfte irgendwo im \u00d6SB ein kleiner Fehler unterlaufen sein, der dazu f\u00fchrte, dass die Armbrust von Katharina nicht auf der Liste stand, die Armbrust von Marie-Theres daf\u00fcr doppelt. Letztendlich konnte der Irrtum von der Delegationsleitung im Zuge der dreist\u00fcndigen Sicherheitskontrolle aufgekl\u00e4rt werden und Katharina durfte ihre Armbrust nach Russland einf\u00fchren. Unterst\u00fctzt wurde die Delegationsleistung dabei von der lokalen Dolmetscherin, welche vom Veranstalter jeder Delegation zur Verf\u00fcgung gestellt wurde.<\/p>\n<p>Nach insgesamt 23 Stunden Anreise konnten unsere Sportsch\u00fctzen dann endlich ihr Hotel in Ulan-Ude beziehen. Danach blieben ihnen gerade mal 2 Stunden Pause, ehe es auf den Schie\u00dfstand zur Akkreditierung und zum ersten Training ging.<\/p>\n<h6>Baikal Cup<\/h6>\n<p>Im Vorfeld der Weltmeisterschaft wurde von den Veranstaltern der Baikal Cup ausgeschrieben. Da dieser Wettkampf in der WM-Halle stattfand, nutzte der Gro\u00dfteil der WM-Starter den Bewerb, um sich mit der Halle vertraut zu machen. W\u00e4hrend Katharina als eine der Wenigen auf einen Start verzichtete, trat Marie-Theres im Bewerb U23 weiblich an. Mit 388 Ringen best\u00e4tigte sie ihre aktuelle Form und holte sich im \u00e4u\u00dferst starken Starterfeld Rang 3.<\/p>\n<h6>Silber und Rang 9 f\u00fcr Katharina<\/h6>\n<p>Aufgrund ihres Sieges bei den Austria Open z\u00e4hlte Katharina zum erweitern Kreis der Sieganw\u00e4rterinnen. Eine Rolle, mit welcher sie normalerweise gut zurecht kommt. Diesmal aber machte sie sich selber zu viel Druck und begann ungewohnt nerv\u00f6s. Das zeigte sich schon daran, dass sie extrem viele Probesch\u00fcsse ben\u00f6tigte, ehe sie mit dem Wettkampf startete. Und trotzdem begann sie mit 3 Neunerwertungen. Danach bekam sie ihre Nervosit\u00e4t sehr gut in den Griff. in den n\u00e4chsten 27 Sch\u00fcssen traf sie dann 25x in die 10 und mit 96, 99 und 100 war sie unter den Top 3 Starterinnen. Dann wurde der selbst auferlegte Druck aber endg\u00fcltig zu viel: mit 91 Ringen in Serie 4 fiel sie auf den undankbaren 9. Rang zur\u00fcck. Ringgleich mit der Achten verfehlte sie den begehrten Finalplatz nur hauchd\u00fcnn.<\/p>\n<p>Mit diesen Ergebnis war sie aber die beste Starterin aus der \u00d6sterreichischen Nationalmannschaft und gemeinsam mit Sonja Strillinger (Rang 10) und Franziska Peer (Rang 11) durfte sie sich \u00fcber Rang 2 und damit \u00fcber die Silbermedaille in der Mannschaftswertung freuen. Gold ging an die \u00fcberragende Mannschaft aus dem Gastgeberland Russland.<\/p>\n<h6>Rang 5 f\u00fcr Marie-Theres<\/h6>\n<p>Hatte Marie-Theres beim Baikal Cup noch gezeigt, dass auch sie mit der absoluten Spitze mithalten kann, fehlte ihr beim EM-Wettkampf ein wenig das notwendige Gl\u00fcck. Mehrere knappe Sch\u00fcsse, welche alle nach unten gewertet wurden, f\u00fchrten dazu, dass sie in Serie 3 nur 94 Ringe erzielte. So standen am Ende mit 97, 94, 97 und 96 gute 384 Ringe zu Buche, welche zwar Rang 8 und somit einen Finalplatz bedeuteten, um aber in den Kampf um die Medaillen einzugreifen, war das zu wenig. Mit dem Ergebnis aus dem Baikal Cup w\u00e4re sie im Kampf um die Podestpl\u00e4tze dabei gewesen. So\u00a0 blieb ihr nur mehr die M\u00f6glichkeit, noch den einen oder anderen Rang aufzuholen. Mit dem zweitbesten Finalergebnis von 96 Ringen gelang ihr das dann auch eindrucksvoll und so erreichte sie in der Endabrechnung den hervorragenden 5. Gesamtrang.<\/p>\n<p>Mit dieser Platzierung war auch sie die beste Starterin des \u00d6SB in ihrer Klasse. Da ihre beiden Mitstreiterinnen aber teilweise deutlich zur\u00fcck fielen, war in der Mannschaftswertung leider nicht mehr als Rang 5 m\u00f6glich. Auf Rang 3 fehlten 11 Ringe.<\/p>\n<h6>Organisation und Rahmenprogramm<\/h6>\n<p>Wie oben schon beschrieben, konnten die Russischen Veranstalter mit einer ausgezeichneten Organisation beeindrucken. Die Er\u00f6ffnungsfeier und die Siegerehrung des Baikal Cup fanden am Hauptplatz von Uland-Ude mit seinem beeindruckenden Lenindenkmal statt. Den Abschluss der dreist\u00fcndigen Er\u00f6ffnungsfeier mit K\u00fcnstlern, Artisten und Showprogrammen bildete ein 15-min\u00fctiges Feuerwerk. Nicht weniger aufw\u00e4ndig gestaltet sich dann die Abschlussfeier inkl. Festbankett und Siegerehrung, welche in der kurzfristig umgebauten Wettkampfhalle abgehalten wurde.<\/p>\n<p>Die Wettkampfhalle f\u00fcr die Bewerbe \u00fcber 10 Meter wurde von den Veranstaltern so gestaltet, dass man als Sch\u00fctze und Besucher den Eindruck vermittelt bekam, man stehe direkt am Baikalsee. Die Lichtverh\u00e4ltnisse waren ausgezeichnet und die Betreuung der Sch\u00fctzen funktionierte ausgezeichnet. Etwas ungewohnt f\u00fcr mitteleurop\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse: jeden Morgen wurden die kompletten Wettkampfst\u00e4tten mit Sprengstoffhunden penibel abgesucht. Wie \u00fcberhaupt die gesamten Sicherheitsvorkehrungen gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig waren.<\/p>\n<p>Nach der eigentlichen Weltmeisterschaft luden die Veranstalter noch zu einem sportlichen Abschlussbewerb mit Laufen und verschiedenen Schie\u00dfdisziplinen (Pistole, Bogen, Fieldarmbrust, &#8230;)\u00a0 und zu einer Rundreise an den 150 km entfernten Baikalsee. Bei dieser Gelegenheit lie\u00df es sich die \u00d6sterreichische Delegation nicht nehmen, ein erfrischendes Bad im 11 Grad kalten Baikalsee zu nehmen.<\/p>\n<h6>Zusammenfassung<\/h6>\n<p>Abschlie\u00dfend ist zu sagen, dass diese Weltmeisterschaften unseren beiden Sportlerinnen wohl noch sehr lange in Erinnerung bleiben werden. Einerseits konnten sie wieder einmal beweisen, dass sie zur absoluten Weltspitze geh\u00f6ren und eine wichtige St\u00fctze im \u00d6sterreichischen Nationalteam bilden. Das beweist auch der Umstand, dass Katharina in ihrer so kurzen Karriere ihre inzwischen 4 Medaille bei Europa- oder Weltmeisterschaften erringen konnte. Andererseits konnten die Schwestern so viele bleibende Eindr\u00fccke einer ganz anderen, fernen Kultur mitnehmen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/ergebnisse\/ab\/\">Ergebnisse<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.crossbow2015.ru\/\" target=\"_blank\">Bilder der Veranstaltung und weitere Informationen k\u00f6nnen Sie auf der offiziellen Homepage des Veranstalters finden.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Armbrust-Weltmeisterschaft 2015 in Russland stellte den bisherigen H\u00f6hepunkt in der Sportkarriere unsere Sch\u00fctzinnen Katharina und Marie-Theres Auer dar. Mit Rang 3 und Rang 5 f\u00fcr Marie-Theres und einer Silbermedaille und Rang f\u00fcr Katharina waren beide wieder \u00e4u\u00dferst erfolgreich. Neben den sportlichen H\u00f6hepunkten war aber auch das Kennenlernen einer ganz anderen Kultur so fern der Heimat ein aufregendes Abenteuer, welches ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2046,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2032","post","type-post","status-publish","format-gallery","has-post-thumbnail","hentry","category-armbrust","post_format-post-format-gallery"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2032"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2032\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2053,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2032\/revisions\/2053"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}