{"id":2539,"date":"2016-07-22T14:12:29","date_gmt":"2016-07-22T12:12:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/?p=2539"},"modified":"2016-07-23T12:59:31","modified_gmt":"2016-07-23T10:59:31","slug":"armbrust-em-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/armbrust-em-2016\/","title":{"rendered":"Silber und Bronze bei Armbrust EM"},"content":{"rendered":"<p>Wie schon berichtet fand vom 10. bis zum 15. Juli die Armbrust Europameisterschaft 2016 statt. Austragungsort war die Schie\u00dfanlage Albisg\u00fcetli im schweizerischen Z\u00fcrich, einem der wohl traditionsreichsten Schie\u00dfst\u00e4nde der Schweiz. Mit Katharina und Marie-Theres Auer haben sich auch heuer wieder unsere zwei Paradesch\u00fctzinnen f\u00fcr dieses Gro\u00dfereignis qualifiziert.\u00a0 Und auch heuer durften beide aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen zum erweiterten Kreis der Medaillenanw\u00e4rterinnen gez\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die 10 Meter Bewerbe wurde der sch\u00f6ne Festsaal der Schie\u00dfanlage zu einem Schie\u00dfstand mit 30 Armbrustst\u00e4nden umgebaut. Dadurch entstand wohl eine der sch\u00f6nsten Schie\u00dfhallen, welche die Sch\u00fctzen in den letzten Jahren gesehen haben. Allerdings unterlief den Organisatoren bei der Lichtgestaltung ein gro\u00dfer Fehler: um die notwendigen Lichtverh\u00e4ltnisse zu schaffen, wurden knapp 2,5 Meter oberhalb der Sch\u00fctzen eine Traverse angebracht, auf welcher in einem Abstand von knapp 3 Metern starke Hochleistungsstrahler montiert wurden. Diese Strahler sorgten einerseits f\u00fcr eine extreme Hitzeentwicklung und &#8211; je nach Standort der Sch\u00fctzen &#8211; f\u00fcr ungemein schwierige Licht- und somit Sichtverh\u00e4ltnisse. Die Sch\u00fctzen klagten \u00fcber zu starke Lichtkontraste, Spiegelungen im Ringkorn (nahezu jeder Sch\u00fctze schie\u00dft inzwischen mit einem Ringkorn aus Glas) und Reflektionen in der Wasserwaage. Das Ergebnis war, dass bei diesen Bewerben zum Gro\u00dfteil sehr schlechte Ergebnisse geschossen wurden. Die durchschnittlichen Ergebnisse lagen deutlich unter den Ergebnissen der letzten Jahre.<\/p>\n<p>Dementsprechend schlecht waren auch die Ergebnisse unserer beiden Sch\u00fctzinnen beim Training. Katharina kam mit den Verh\u00e4ltnissen gar nicht zurecht und produzierte Schussbilder, wie man sie von ihr das ganze Jahr nicht zu sehen bekommt. Entsprechend frustriert war sie nach ihrer Trainingseinheit. Die gleichen Probleme hatte anf\u00e4nglich auch Marie-Theres, sie kam aber im Verlauf des Trainings immer besser zurecht und war letztendlich mit ihren Trainingsergebnissen halbwegs zufrieden.<\/p>\n<h6>Grunddurchgang Frauen<\/h6>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag war dann Katharina in der Klasse Frauen an der Reihe. Schon in der Vorbereitung zeigte sie eine ungew\u00f6hnliche Nervosit\u00e4t. Ob diese Nervosit\u00e4t vom schlechten Training vom Vortag her r\u00fchrte oder ob sie sich selber einfach zu sehr unter Druck setzte, konnte sie nachher nicht wirklich sagen. Auf jeden Fall steigerte sich diese Nervosit\u00e4t noch einmal, als der Wettkampf er\u00f6ffnet wurde. Katharina versuchte zwar, diese durch au\u00dfergew\u00f6hnlich viele Probesch\u00fcsse irgendwie in den Griff zu bekommen &#8211; leider vergeblich. In der Phase war ihre Nervosit\u00e4t sogar vom Zuschauerbereich aus sichtbar und regelrecht greifbar. Dementsprechend landeten die ersten f\u00fcnf Wettkampfsch\u00fcsse alle nur in der 9. Als dann der 7 Schuss ebenfalls eine Neun war, unterbrach sie den Wettkampf und verlie\u00df den Stand. In einem l\u00e4ngeren Gespr\u00e4ch mit Papa und Trainer Hans-Hermann versuchte dieser, ihr die Anspannung ein wenig zu nehmen.<\/p>\n<p>Offensichtlich mit Erfolg. Nachdem sie den Wettkampf wieder aufgenommen hatte, schoss sie in den verbleibenden 33 Sch\u00fcssen nur mehr 5 Neuerwertungen. Die restlichen Sch\u00fcsse landeten alle im Zehner. Dank dieser ausgezeichneten Leistung konnte sie sich im Grunddurchgang mit 389 Ringen auf Rang 4 platzieren. Allerdings schon mit einigem Respektabstand auf die Podestpl\u00e4tze: die f\u00fchrende Russin hatte einen Vorsprung von 5 Ringen, der R\u00fcckstand auf die ebenfalls vor ihr liegenden Starterinnen aus Deutschland betrug 4 bzw. 3 Ringe. Damit war klar, dass es unter diesen Voraussetzungen einen regelrechten Kraftakt brauchen wird, um eine Medaille zu holen. Gleichzeitig lauerten hinter ihr die Gegnerinnen mit einem Minimalabstand von einem bzw. zwei Ringen.<\/p>\n<p>In der Mannschaftswertung erreichte sie mit diesem Ergebnis gemeinsam mit Sonja Strillinger (SG Angerberg) und Regina Time (Ober\u00f6sterreich) den dritten Rang und somit ihre n\u00e4chste Medaille bei einer EM.<\/p>\n<h6>Grunddurchgang U23 weiblich<\/h6>\n<p>Am Mittwoch war dann Marie-Theres in der Klasse U23 weiblich an der Reihe. Sie wirkte w\u00e4hrend der gesamten Wettkampfvorbereitung ungemein locker und entspannt. Eine Lockerheit, die sie in letzter Zeit bei mehreren gro\u00dfen Wettk\u00e4mpfen gezeigt hatte, bei denen sie dann immer \u00fcberdurchschnittlich gut abschnitt (Staatsmeisterschaft, Austria Open, &#8230;). Aber schon w\u00e4hrend der Probe zeigten sich dann die ersten Probleme. Sie musste im Wettkampf genau unter einem der besagten Strahler schie\u00dfen, was bei ihr Reflektionen und Spiegelungen in der Wasserwaage und im Ringkorn verursacht. Kurzfristig wurde dann mittels dunklem Klebeband versucht das abzustellen, was aber nur teilweise gelang.<\/p>\n<p>Im Wettkampf hatte sie dann die selben Probleme, welche ihr schon im Training zu schaffen machten: sie konnte nicht genau sagen, wo ihre Sch\u00fcsse landen werden. Im Gegensatz zum Training bekam sie diese Probleme im Wettkampf dann aber nicht in den Griff. Am Ende musste sie sich mit einem entt\u00e4uschenden Ergebnis von 380 Ringen begn\u00fcgen. In den letzten Jahren h\u00e4tte so ein Ergebnis nicht ansatzweise f\u00fcr einen Finalplatz gereicht. Nachdem aber auch die meisten Gegnerinnen mit den Lichtverh\u00e4ltnissen nicht wirklich zurecht kamen, reichte es mit Rang 8 gerade noch f\u00fcr den Einzug ins Finale. Auf die Podestpl\u00e4tze fehlten ihr damit vor dem Finale 10 (Rang 1), 7 (Rang 2) bzw. 5 Ringe (Rang 3). Sehr wahrscheinlich zu viel, um das in einem Finale noch aufzuholen. Dass sie damit so wie in den letzten Jahr wieder die beste \u00d6sterreicherin war, war nur ein schwacher Trost.<\/p>\n<p>Nachdem ihre Mannschaftskolleginnen nicht ann\u00e4hernd an ihre normale Leistung heran kamen, reichte es in der Mannschaftswertung nur f\u00fcr den entt\u00e4uschenden 5. Gesamtrang.<\/p>\n<h6>Finale Frauen<\/h6>\n<p>Vor und w\u00e4hrend dem Finale war dann bei Katharina von Nervosit\u00e4t keine Spur mehr zu sehen. Hochkonzentriert spulte sie ihr gewohntes Vorbereitungsritual herunter. Es war f\u00f6rmlich zu sp\u00fcren, dass sie die Hoffnung auf eine Medaille noch nicht aufgegeben hatte.<\/p>\n<p>Dementsprechend starte sie dann in die Finalserie. Die ersten 8 Sch\u00fcsse waren alle perfekte 10-er. An dieser Konstanz zerbrachen ihre Gegnerinnen reihenweise . Zu dem Zeitpunkt hatte sie der nach dem Grunddurchgang f\u00fchrenden Russin Anna Sushko schon 7 Ringe abgenommen und lag auf Rang 3 der Zwischenwertung. An die vor ihr liegenden deutschen Gegnerinnen Korber und Walo hatte sie sich schon bis auf zwei Ringe (Korber) bzw. einen Ring (Walo) heran gek\u00e4mpft. Der neunte Schuss musste dann von der Jury gestochen werden und wurde zu einer 9 abgewertet. Hat das Publikum bei allen anderen Sch\u00fctzen bei einer 9 applaudiert, war im Falle von Katharina nur ein entt\u00e4uschtes Raunen zu h\u00f6ren. Alle hatten schon mit einem sauberen 100-er gerechnet. Nachdem sich auch Walo nicht absetzen konnte, blieb es vor dem letzten Schuss beim knappen R\u00fcckstand von nur einem Ring auf die Silbermedaille. Der letzte Schuss passte dann bei Katharina wieder, w\u00e4hrend Walo ihren Nerven Tribut zollen musste. Nach einer 8 fand die sich pl\u00f6tzlich auf Rang 3 wieder, w\u00e4hrend Katharina mit dem allerletzten Schuss noch Silber holen konnte. Das sensationelle Finalergebnis von 99 Ringen stellte zugleich das beste Finalergebnis der gesamten Europameisterschaft dar. In keiner Klasse und keinem Bewerb gelang einem Sch\u00fctzen ein vergleichbares Ergebnis.<\/p>\n<h6>Finale U23 weiblich<\/h6>\n<p>Leider bekam Marie-Theres auch im Finale ihre Probleme nicht in den Griff. Obwohl sie laut eigener Aussage ein gutes Gef\u00fchl hatte, lagen die Sch\u00fcsse mehrheitlich nicht da, wo sie h\u00e4tten sein sollen. 94 Ringe sind f\u00fcr eine Finalserie bei einem solchen Bewerb sicherlich kein schlechtes Ergebnis, dass Marie-Theres aber in der Lage ist, deutlich mehr zu schie\u00dfen, hat sie in der Vergangenheit schon h\u00e4ufig gezeigt. Im Endklassement gelang ihr damit zwar noch eine Verbesserung von Rang 8 auf Rang 6, in Anbetracht der hohen Erwartungshaltung war sie am Ende aber schwer entt\u00e4uscht.<\/p>\n<h6>Fazit<\/h6>\n<p>Katharina konnte bei dieser EM die Medaillen 5 und 6 bei einem Armbrust-Gro\u00dfereignis (WM oder EM) erringen. Damit hat sie bisher noch bei jedem Antreten zumindest einen Podestplatz erzielt. Auch wenn sie selber entt\u00e4uscht war: realistisch betrachtet ist der 6. Gesamtrang bei einer Europameisterschaft, den Marie-Theres geholt hat, ein absolutes Topergebnis. Die Sch\u00fctzengilde Roppen gratuliert beiden Starterinnen zu ihren ausgezeichneten Leistungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/bildergalerien\/bilder-em2016\/\">Zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.easf-2016.ch\/ech-2016\/\" target=\"_blank\">Zur Homepage der EM 2016 mit allen Ergebnissen, Berichten und Bildern.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 10. bis zum 15. Juli fand am Schie\u00dfstand Albisg\u00fcetli in Z\u00fcrich die Europameisterschaft 2016 mit der Armbrust statt. Mit dabei unsere beiden Sch\u00fctzinnen Katharina und Marie-Theres Auer. Wie schon in den letzten Jahren konnten beide absolute Topplatzierungen erreichen. Wieder einmal waren beide die besten \u00d6sterreicherinnen ihrer Klasse. Mit Silber in der Einzelwertung und Bronze in der Mannschaftswertung konnte Katharina diesmal sogar zwei Medaillen mit nach Hause nehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2540,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2539","post","type-post","status-publish","format-image","has-post-thumbnail","hentry","category-armbrust","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2539"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2539\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2607,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2539\/revisions\/2607"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}