{"id":3258,"date":"2017-07-29T20:36:13","date_gmt":"2017-07-29T18:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/?p=3258"},"modified":"2017-07-29T20:36:13","modified_gmt":"2017-07-29T18:36:13","slug":"armbrust-weltmeisterschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/armbrust-weltmeisterschaft\/","title":{"rendered":"Armbrust Weltmeisterschaft"},"content":{"rendered":"<p>Vom 10. bis zum 16. Juli fand im kroatischen Osijek die Weltmeisterschaft mit der Armbrust 2017 statt. Die Sch\u00fctzengilde Roppen war diesmal gleich mit drei Sch\u00fctzen vertreten. Dass Katharina und Marie-Theres Auer fixer Bestandteil des \u00d6SB-Aufgebots sind, ist man ja aus den letzten Jahren gewohnt. Diesmal konnte sich aber auch Papa Hans-Hermann f\u00fcr die Senioren-Klasse qualifizieren, welche die IAU, der internationale Armbrust-Dachverband, mit Anfang 2017 ins Programm f\u00fcr Welt- und Europameisterschaften aufgenommen hat.<\/p>\n<p>Kurz vor der Abreise schien es dann pl\u00f6tzlich so, als ob unsere Abordnung im letzten Moment dezimiert w\u00fcrde. Katharina hat am sp\u00e4ten Samstagnachmittag einen H\u00f6rsturz erlitten. Bis zur letzten Minute war nicht klar, ob sie die Reise nach Kroatien antreten kann. Letztendlich entschloss man sich dann, dass sie doch f\u00e4hrt und dass sie bis zu ihrem Einsatz wieder halbwegs fit ist.<\/p>\n<h6>Anreise und Vorbereitung<\/h6>\n<p>Nach 12 1\/2 Stunden Anreise mit einem Bus, in welchem die Klimaanlage kaputt war, konnten am Montag am sp\u00e4ten Nachmittag endlich die Unterk\u00fcnfte in Osijek bezogen werden. Bei Temperaturen um die 38\u00b0 hatte da keiner mehr Lust auf Training. Dienstag und Mittwoch standen dann die ersten Trainingseinheiten auf dem Programm. Und die zeigten, dass die Bewerbe den Sch\u00fctzen alles abverlangen werden: in den beiden Schie\u00dfhallen f\u00fcr den 10-Meter Bewerb herrschten knapp \u00fcber 30\u00b0. Die 30-Meter Bewerbe wurden zwar im Freien abgehalten, unter den alten Milit\u00e4rplanen, welche \u00fcber die Sch\u00fctzen gespannt waren, staute sich die Luft mindestens gleich stark wie in den Schie\u00dfhallen.<\/p>\n<p>Im Training erging es unseren Sch\u00fctzen dann sehr unterschiedlich. Katharina k\u00e4mpfte mit den Auswirkungen ihres H\u00f6rsturzes und den starken Medikamenten, welche sie nehmen musste und kam daher nicht wirklich in WM-Stimmung. Marie-Theres hingegen zeigte in den Trainingseinheiten ungemein stark auf. Hans-Hermann k\u00e4mpfte mit den hohen Temperaturen und konnte in seinen Einheiten nicht wirklich \u00fcberzeugen.<\/p>\n<h6>Senioren<\/h6>\n<p>Als Erster kam dann Hans-Hermann zum Einsatz. Wie erwartet startete er bei seinem ersten WM-Antreten recht nerv\u00f6s in den Wettkampf. Nach der ersten Serie gelang es ihm dann, die Nervosit\u00e4t abzulegen und er startet mit 3 Top-Zehnern in die zweite Serie. Eine kleine Un\u00adkon\u00adzen\u00adt\u00adriert\u00adheit f\u00fchrte aber sofort zu einer 7. Danach brauchte Hans-Hermann knapp 10 Sch\u00fcsse, bis er die Konzentration und seinen Rhythmus wieder fand. Danach gelangen ihm 11 sch\u00f6ne Zehner in Folge, ehe sich wieder Konzentrationsfehler einschlichen. Am Ende reichte es mit 374 Ringen f\u00fcr Rang 11. Auf Rang 8 und damit einem Finalplatz fehlten ihm 3 Ringe. Damit hat er bei seinem ersten WM-Einsatz das zweitbeste Ergebnis der laufenden Saison erzielt. Vom Ergebnis und von der Platzierung her ein sehr gutes Ergebnis. Wenn man den Wettkampfverlauf betrachtet, w\u00e4re &#8211; weniger Konzentrationsfehler vorausgesetzt &#8211; ein noch deutliche besseres Ergebnis m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<h6>U23 weiblich<\/h6>\n<p>Aufgrund der ausgezeichneten Trainingsergebnisse hatte sich Marie-Theres f\u00fcr ihren Wettkampf sehr viel vorgenommen. Sie wollte unbedingt ihre erste Medaille bei einer WM oder EM erringen. Leider war der Druck, den sie sich damit selber auferlegt hatte, an dem Tag zu viel. Schon vor dem Wettkampf war ihre Anspannung sp\u00fcrbar. Im Wettkampf gelang ihr dann sehr wenig. Mit 94 Ringen in Serie eins blieb sie deutlich unter ihren M\u00f6glichkeiten. Und ihre Anspannung wurde nicht weniger: 95 Ringe in Serie zwei waren noch OK, der Tiefpunkt kam dann aber in der dritten Serie: mit zwei Achterwertungen reichte es nur zu 92 Ringen. Damit waren auch die letzten Hoffnungen auf einen Podestplatz begraben. Mit 376 Ringen belegte sie letztendlich Rang 9. Einen Finalplatz verfehlte sie aufgrund der zweiten Ausschussserie. Die vor ihr gereihte Slowenin hatte wie sie 376 Ringe erzielt, ebenfalls mit 95 Ringen ausgeschossen, in Serie drei aber 94 Ringe erzielt. Bei Marie-Theres standen ja nur 92 Ringe zu Buche. Ein Wettkampf zum vergessen! Mit der Mannschaft \u00d6sterreich reichte es dann auch nur zum undankbaren vierten Rang.<\/p>\n<h6>Frauen<\/h6>\n<p>Bei Katharina lief es im Wettkampf zwar etwas besser als im Training, so wirklich auf Touren kam aber auch sie nicht. Normal ist sie immer eine der schnelleren Sch\u00fctzinnen, diesmal ben\u00f6tigte sie die komplette zur Verf\u00fcgung stehende Zeit. Zu oft musste sie unterbrechen, weil sie ihren Rhythmus nicht fand und das Timing nicht passte, was immer wieder zu knappen Neunerwertungen gef\u00fchrt hat. Sehr wahrscheinlich eine Auswirkung der starken Medikamente. Dass sie am Ende mit 387 Ringen doch noch als achte einen Finalplatz erringen konnte, beweist, dass sie derzeit die einzige Sch\u00fctzin bei den Frauen ist, welche mit den \u00fcberm\u00e4chtigen Sch\u00fctzinnen aus Deutschland und Russland mithalten kann. Mit der Mannschaft musste auch sie sich mit dem undankbaren vierten Rang begn\u00fcgen. Auf Bronze fehlten den \u00d6sterreicherinnen gerade einmal 5 Ringe.<\/p>\n<p>Im Finale ging es dann nur mehr darum, den einen oder anderen Platz nach vorne zu kommen. In den Kampf um die Medaillen eingreifen zu k\u00f6nnen, war nicht realistisch: auf Rang 1 fehlten 5, auf Rang 3 immer noch 4 Ringe. Mit einem Finalergebnis von 95 Ringen schaffte Katharina dann noch eine Verbesserung auf Rang 6.<\/p>\n<h6>Fazit<\/h6>\n<p>Unser erfolgverw\u00f6hntes Armbrustteam musste nach Jahren erstmals ohne Medaille die Heimreise von einer Gro\u00dfveranstaltung antreten. Dass alle Sch\u00fctzen einer Familie die Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft schafften, darf aber getrost als kleine Sensation gewertet werden.<\/p>\n<p>Wenn man sich die Ergebnisse genauer anschaut muss man sagen, dass eigentlich nur Marie-Theres wirklich unter ihren M\u00f6glichkeiten geblieben ist. Dass sie &#8211; die notwendige Lockerheit vorausgesetzt &#8211; in der absoluten Weltspitze mitschie\u00dfen kann, hat sie schon mehrmals gezeigt. Nicht umsonst hat sie in den letzten drei Jahren den gr\u00f6\u00dften IWK, die Austria Open, gewonnen.<\/p>\n<p>Katharina konnte trotz gesundheitlicher Probleme mit der Spitze mithalten, das letzte bisschen Gl\u00fcck hat heuer aber gefehlt. Bei Hans-Hermann war vorher schon klar, dass er mit der Spitze nicht ganz mithalten wird k\u00f6nnen. Beim ersten Antreten bei einer WM das zweitbeste Saisonergebnis abzuliefern, war mehr als man erwarten konnte. Mit Rang 11 konnte er die Erwartungen ganz klar \u00fcbertreffen. Die Sch\u00fctzengilde Roppen gratulierte allen drei Startern und dr\u00fcckt jetzt schon die Daumen f\u00fcr die Qualifikation f\u00fcr die Europameisterschaft 2018, welche in P\u00e4rnu (Estland) stattfinden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/bildergalerien\/bilder-wm2017\/\">Zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 10. bis zum 16. Juli fand im kroatischen Osijek die Weltmeisterschaft mit der Armbrust 2017 statt. Die Sch\u00fctzengilde Roppen war diesmal gleich mit drei Sch\u00fctzen vertreten. Zwar musste unser erfolgverw\u00f6hntes Team diesmal die Heimreise ohne Medaille antreten, konnte aber trotzdem mit teilweise sehr guten Ergenissen aufwarten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3259,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-3258","post","type-post","status-publish","format-image","has-post-thumbnail","hentry","category-armbrust","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3258"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3258\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3296,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3258\/revisions\/3296"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sg-roppen.com\/sg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}